Samstag, 12. Mai 2012

DAS DSCHUNGELBUCH ♥ 3

Tag 8, 27.04.2012: 
Morgens machte unsere Gruppe eine Tour mit den Motorkanus durch den Regenwald, wo uns nochmal die grösse des Waldes und die Mengen an Wasser bewusst wurden. 
Plötzlich hielt der Kanuführer an und zog ein Faultier aus dem Gebüsch und das war einfach unglaublich süüüüss! Es bewegte sich wie ein Roboter!
Das Faultier wurde natürlich sofort wieder zum Star und hatte einen offiziellen Fototermin  mit uns Austauschschülern :D 
Tchau tchau Bernardo :( Wir sehen uns in Deutschland! :)
Leider durften wir es nicht anfassen oder auf den Arm nehmen, da es voll mit Flöhen, Bakterien und anderem Zeugs war. 
Nachdem alle ein Foto von unserem neuen Freund hatten setzten wir ihn wieder ins Wasser und er schwamm davon wie ein Roboter.. 
Danach sind wir von unseren Motorkanus ins Wasser gesprungen und haben einfach nur Spaß mitten im Fluss gehabt! :) 
Indianercola :D
Am Nachmittag machten wir ein Überlebenstraining mit einem 63 jährigem Indianer, der sein Leben lang im Wald lebte. Er zeigte uns typische Früchte und Blatter die er isst oder als Medikament verwendet. Unter anderem zeigte er uns ein Blatt aus dem die Frauen einen Tee kochen der gegen Malaria hilft oder auch Babys abtreibt. 
Dieser Mann lief wirklich Barfuss durch den Wald und schlug im weg stehende Äste mit einem Messer ab, während wir mit langen Hosen, dicken Turnschuhen und einer 5 fachen Schicht Mückenspray hinter ihm herliefen! 
Am Abend legten wir uns alle auf das Sonnendeck um, wie jede Nacht, den wunderschönen Sternenhimmel zu betrachten und unser Guide erzählte uns wieder super spannende Geschichten über seine Kindheit im Regenwald! :) 




Tag 9, 28.04.2012: 
Am Morgen haben wir eine Tour mit typischen Indianerkajaks gemacht. Zu zweit fuhren wir in kleinen Kajaks den Fluss herunter und, obwohl ich auch in Deutschland paddel, ging mir relativ schnell die Puste aus und mir ist aufgefallen, dass ich anfangen sollte meine Muskeln zu trainieren :D 
Wir paddelten den Fluss herunter bis in ein kleines Bächlein mitten im Gebüsch,  hier wurde uns nochmal die riesige Menge an Wasser des Regenwaldes bewusst und wie wichtig es für die Menschen im Amazonas ist.
Am Nachmittag chillten wir auf dem Boot, hörten Musik, lasen Bücher über den Amazon und genossen die letzte Zeit alle zusammen! 
Ein Riesenschmetterling
Am Abend packten wir dann unsere Hängematten zusammen und fuhren mit unseren Motorkanus in den Wald. Von dort aus mussten wir einen ca. 15 min. langen Weg langgehen und dann kamen wir mitten im Wald an., wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir hängten unsere Hängematten mitten in den Wald und versuchten ein Feuer zu machen, was uns erst nach einiger Zeit gelang. 
Unsere Mexikaner nahmen ihre Gitarren mit in den Wald und sangen die halbe Nacht und als wir dort alle zusammen saßen wurde uns bewusst, dass wir in dieser Zeit alle zusammengewachsen sind und wir uns wahrscheinlich nie wieder sehen werden. Die Amazonasreise war für die meisten die eindrucksvollste und wahrscheinlich schönste Reise ihres Lebens... 


Tag 10, 29.04.2012: 
Distrikt 4640!! ♥
Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil Josi vor meiner Hängematte stand und wir beide aufs Klo mussten. Da es, natürlich, mitten im Dschungel keine Toilette gibt mussten wir wie echte Urwaldeingeborende einen Baum umfunktionieren.
Früh morgens wurde ich durch einen Schrei von Sina geweckt: alle hatten schon ihre Hängematten zusammen gepackt und waren schon unterwegs zu den Booten. Außer wir natürlich! Nachdem wir alles doch noch rechtzeitig fertig aufgeräumt bekamen gingen wir mit unseren Motorkanus zurück zu unseren Booten und genossen ein leckeres Frühstück auf dem Sonnendeck des Essensbootes!
Danach fuhrn wir zu dem Haus unseres Survivalführers und er zeigte uns wie er lebt, wie er seine Klamotten selber herstellt, wo er kocht und sich wäscht. 
Und es verblüffte mich immer wieder wie Menschen in einer so zivilisierten Welt immer noch ohne fließend Wasser und Strom leben!
Acaí Bäumchen für den Regenwald
Danach nahm uns der Survivalführer mit zu einem bestimmten Platz, wo jeder sein eigenes Bäumchen für den Regenwald pflanzte um den Regenwald zu schützen und weiter bestehen zu lassen - Souveniere aus der ganzen Welt! 
In 50 Jahren könnten wir zurück kommen und unser kleines Bäumchen in groß sehen, sagte uns unser Survivalführer. Und da ich einen Acaí Baum pflanzte kann ich sogar meine eigenen Früchte pflücken! :) 
Danach machte Rangel, unser Coordenador, ein Interview mit den meisten Austauschschülern auf dem jeder die Zeit im Regenwald beschreiben sollte, und unser liebster Freund Robbie aus den USA hat so berührend von seiner Geschichte erzählt, dass wir alle Austauschschüler anfingen zu weinen! 
Doch fürs traurigsein blieb keine Zeit. Am Nachmittag gingen wir zu einem letzten Indianerstamm wo wir nochmal kleine Souveniere kaufen konnten und die Indianer erzählten uns nochmal etwas über ihre Kultur. 
Danach sprangen wir wieder alle von unserem Boot ins Wasser, diesmal durften wir sogar von der Spitze des Bootes springen!! :)) 
Danach mussten wir uns leider beeilen, alle mussten duschen, ihre Sachen packen, ein letztes Abendessen auf dem Schiff, alle ließen alle Austauschschüler auf ihren Flaggen und in ihren Büchern unterschreiben und dann mussten wir auch schon unser geliebtes Boot verlassen und fuhren zum Flughafen! 
Im Bus fließen schon die ersten Tränen! 
Am Flughafen hieß es dan Tschüss sagen, denn jeder flog in eine andere Richtung. 


 

































Tag 11, 30.04.2012: 
Eines Nachmittags führten wir einen Regentanz auf!
Unsere beiden Flüge bis nach Foz verliefen ohne weitere Probleme und Nachmittags kamen wir endlich völlig übermüdet in Foz an, wo uns Rosi abholte!

Keiner von uns Austauschschülern wollte den Amazonas und diese unbeschreibliche Zeit verlassen. Wahrscheinlich werden wir uns nie wieder sehen, doch man sieht sich immer 2 mal im Leben - das haben wir uns geschworen! :) 



mein Boot ♥♥
Amazônia? - A viagem da minha vida, com certeza!! ♥

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