Samstag, 12. Mai 2012

DAS DSCHUNGELBUCH ♥ 3

Tag 8, 27.04.2012: 
Morgens machte unsere Gruppe eine Tour mit den Motorkanus durch den Regenwald, wo uns nochmal die grösse des Waldes und die Mengen an Wasser bewusst wurden. 
Plötzlich hielt der Kanuführer an und zog ein Faultier aus dem Gebüsch und das war einfach unglaublich süüüüss! Es bewegte sich wie ein Roboter!
Das Faultier wurde natürlich sofort wieder zum Star und hatte einen offiziellen Fototermin  mit uns Austauschschülern :D 
Tchau tchau Bernardo :( Wir sehen uns in Deutschland! :)
Leider durften wir es nicht anfassen oder auf den Arm nehmen, da es voll mit Flöhen, Bakterien und anderem Zeugs war. 
Nachdem alle ein Foto von unserem neuen Freund hatten setzten wir ihn wieder ins Wasser und er schwamm davon wie ein Roboter.. 
Danach sind wir von unseren Motorkanus ins Wasser gesprungen und haben einfach nur Spaß mitten im Fluss gehabt! :) 
Indianercola :D
Am Nachmittag machten wir ein Überlebenstraining mit einem 63 jährigem Indianer, der sein Leben lang im Wald lebte. Er zeigte uns typische Früchte und Blatter die er isst oder als Medikament verwendet. Unter anderem zeigte er uns ein Blatt aus dem die Frauen einen Tee kochen der gegen Malaria hilft oder auch Babys abtreibt. 
Dieser Mann lief wirklich Barfuss durch den Wald und schlug im weg stehende Äste mit einem Messer ab, während wir mit langen Hosen, dicken Turnschuhen und einer 5 fachen Schicht Mückenspray hinter ihm herliefen! 
Am Abend legten wir uns alle auf das Sonnendeck um, wie jede Nacht, den wunderschönen Sternenhimmel zu betrachten und unser Guide erzählte uns wieder super spannende Geschichten über seine Kindheit im Regenwald! :) 




Tag 9, 28.04.2012: 
Am Morgen haben wir eine Tour mit typischen Indianerkajaks gemacht. Zu zweit fuhren wir in kleinen Kajaks den Fluss herunter und, obwohl ich auch in Deutschland paddel, ging mir relativ schnell die Puste aus und mir ist aufgefallen, dass ich anfangen sollte meine Muskeln zu trainieren :D 
Wir paddelten den Fluss herunter bis in ein kleines Bächlein mitten im Gebüsch,  hier wurde uns nochmal die riesige Menge an Wasser des Regenwaldes bewusst und wie wichtig es für die Menschen im Amazonas ist.
Am Nachmittag chillten wir auf dem Boot, hörten Musik, lasen Bücher über den Amazon und genossen die letzte Zeit alle zusammen! 
Ein Riesenschmetterling
Am Abend packten wir dann unsere Hängematten zusammen und fuhren mit unseren Motorkanus in den Wald. Von dort aus mussten wir einen ca. 15 min. langen Weg langgehen und dann kamen wir mitten im Wald an., wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir hängten unsere Hängematten mitten in den Wald und versuchten ein Feuer zu machen, was uns erst nach einiger Zeit gelang. 
Unsere Mexikaner nahmen ihre Gitarren mit in den Wald und sangen die halbe Nacht und als wir dort alle zusammen saßen wurde uns bewusst, dass wir in dieser Zeit alle zusammengewachsen sind und wir uns wahrscheinlich nie wieder sehen werden. Die Amazonasreise war für die meisten die eindrucksvollste und wahrscheinlich schönste Reise ihres Lebens... 


Tag 10, 29.04.2012: 
Distrikt 4640!! ♥
Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil Josi vor meiner Hängematte stand und wir beide aufs Klo mussten. Da es, natürlich, mitten im Dschungel keine Toilette gibt mussten wir wie echte Urwaldeingeborende einen Baum umfunktionieren.
Früh morgens wurde ich durch einen Schrei von Sina geweckt: alle hatten schon ihre Hängematten zusammen gepackt und waren schon unterwegs zu den Booten. Außer wir natürlich! Nachdem wir alles doch noch rechtzeitig fertig aufgeräumt bekamen gingen wir mit unseren Motorkanus zurück zu unseren Booten und genossen ein leckeres Frühstück auf dem Sonnendeck des Essensbootes!
Danach fuhrn wir zu dem Haus unseres Survivalführers und er zeigte uns wie er lebt, wie er seine Klamotten selber herstellt, wo er kocht und sich wäscht. 
Und es verblüffte mich immer wieder wie Menschen in einer so zivilisierten Welt immer noch ohne fließend Wasser und Strom leben!
Acaí Bäumchen für den Regenwald
Danach nahm uns der Survivalführer mit zu einem bestimmten Platz, wo jeder sein eigenes Bäumchen für den Regenwald pflanzte um den Regenwald zu schützen und weiter bestehen zu lassen - Souveniere aus der ganzen Welt! 
In 50 Jahren könnten wir zurück kommen und unser kleines Bäumchen in groß sehen, sagte uns unser Survivalführer. Und da ich einen Acaí Baum pflanzte kann ich sogar meine eigenen Früchte pflücken! :) 
Danach machte Rangel, unser Coordenador, ein Interview mit den meisten Austauschschülern auf dem jeder die Zeit im Regenwald beschreiben sollte, und unser liebster Freund Robbie aus den USA hat so berührend von seiner Geschichte erzählt, dass wir alle Austauschschüler anfingen zu weinen! 
Doch fürs traurigsein blieb keine Zeit. Am Nachmittag gingen wir zu einem letzten Indianerstamm wo wir nochmal kleine Souveniere kaufen konnten und die Indianer erzählten uns nochmal etwas über ihre Kultur. 
Danach sprangen wir wieder alle von unserem Boot ins Wasser, diesmal durften wir sogar von der Spitze des Bootes springen!! :)) 
Danach mussten wir uns leider beeilen, alle mussten duschen, ihre Sachen packen, ein letztes Abendessen auf dem Schiff, alle ließen alle Austauschschüler auf ihren Flaggen und in ihren Büchern unterschreiben und dann mussten wir auch schon unser geliebtes Boot verlassen und fuhren zum Flughafen! 
Im Bus fließen schon die ersten Tränen! 
Am Flughafen hieß es dan Tschüss sagen, denn jeder flog in eine andere Richtung. 


 

































Tag 11, 30.04.2012: 
Eines Nachmittags führten wir einen Regentanz auf!
Unsere beiden Flüge bis nach Foz verliefen ohne weitere Probleme und Nachmittags kamen wir endlich völlig übermüdet in Foz an, wo uns Rosi abholte!

Keiner von uns Austauschschülern wollte den Amazonas und diese unbeschreibliche Zeit verlassen. Wahrscheinlich werden wir uns nie wieder sehen, doch man sieht sich immer 2 mal im Leben - das haben wir uns geschworen! :) 



mein Boot ♥♥
Amazônia? - A viagem da minha vida, com certeza!! ♥

Montag, 7. Mai 2012

WELCOME TO THE DSCHUNGEL ♥ 2

Tag 5, 24.04.2012:
Nach einer mehr oder wenigen gemütlichen Nacht in unseren Hängematten, aber einem dafür umso leckerem Frühstück bei strahlender Sonne, machten wir uns mit unseren kleinen Motorkanus auf den Weg zu einem Indianerstamm. Zuerst zeigte uns die Dorfmutter ihre Apotheke und ihre Medikamente, die sie angeblich aus Knochenpulver u.ä. herstellte.
Danach zeigten uns die Kinder ihre Schule und ein Netz mit Ameisen, deren Stich man noch 24h später spürt. In diesem Indianerdorf müssen die Jungs immer noch ihre Hand 3x10 Minuten dort reinhalten um zu zeigen, dass sie echte Männer sind. Ein 8 jähriger erzählte uns ganz stolz, dass er das schon lange hinter sich hätte.
Ausserdem konnten wir allerlei Schmuck und Täschchen kaufen.
die Apothekerin
Die Indianerkinder waren eigentlich ganz süss, man hat allerdings gemerkt, dass das Dorf sehr touristisch geprägt ist und sie nur ihre Sachen an uns verkaufen wollten.
Nachmittags haben wir Sonnengebadet, die Delphine beobachtet die im Fluss sehen konnte und wir durften vor dem Boot schwimmen! :)
Wir haben alle eine Poolnudel bekommen und hüpften vom Boot ins Wasser!
den Stick dieser Ameise spürt man noch 20 Stunden später
Am Abend fuhren wir wieder mit unseren kleinen Motorkanus raus um Krokodile oder andere Tiere zu beobachten, doch leider fanden wir keine.
Indianischer Schmuck
Unser Guide erzählte uns stattdessen Geschichten aus dem Regenwald un von den Indianern.
Er ist selber Indianer und ist mitten im Regenwald aufgewachsen und kannte sehr sehr viele Legenden über den Regenwald. 

als unser Boot mal aufgeräumt war :) 

Tag 6, 25.04.2012:
Taipiokaa - ein typisches Gebäck aus dem Nordosten Brasiliens
Morgens gingen wir wieder zu einem Indianerstamm, ein anderer und nicht so touristisch geprägter Stamm.
Dort zeigte uns unser Guide wie dieser Stamm lebt und den Regenwald respektiert. Sie benutzen wirklich nur die Fläche die sie wirklich brauchen. Der Vater holt Mandioka und die Kinder machen daraus Mehld, dass die Mutter zum Kochen benötigt.
Danach fuhr unsere Gruppe mit den Kanus mitten in Gebüsch, denn wir wollten Piranhas angeln. Wir veranstalten einen Wettbewerb, unser Kanu gegen das andere und wir haben 7:0 gewonnen! :)
Nach dem Mittagessen sind wir in eine Communidade gegangen. Das ist ein Dorf von Indianern, die zivilisierter leben. Dort gibt es Strom, Computer & eine relativ moderne Schule. 
Die kleinen Kinder sangen uns etwas vor und nahmen uns den ganzen Tag zum spielen, singen und tanzen in beschlag. 
Ausserdem spielte eine Gruppe von uns Fussball gegen die Indianer und diese gewannen natürlich:D Insgesammt war es ein schöner Nachmittag, an dem wir das Leben dieses Indianerstammes richtig kennenlernen konnten. 
Am Abend gingen wir wieder in die Communidade, denn der kleine Kiosk wurde zu einer Disco umgewandelt und die Jugendlichen zeigten uns eine menge Indianischer Tänze. 
Kurz vor Mitternacht erzählte ich allen, dass am nächsten Tag Kajas Geburtstag sein würde, deshalb fingen wir um Punkt Mitternacht an für sie "Parabéns pra você" zu singen. :)

 Tag 7, 26.04.2012: 
Nach einem leckerem Frühstück und gefühlten 1000 Geburtstagsliedern später machten wir uns, bepackt mit unseren Badesachen und Kameras(!!) auf den Weg zu einem ganz besonderen Ausflug. 
Denn heute war der Tag gekommen, worauf sich alle am meisten gefreut haben: wir gingen mit den Delphinen schwimmen!! :)
beim Angeln :) 
In 10er Gruppen durften wir nach und nach ins Wasser gehen. Der Sohn der Besitzerin fütterte die Delphine mit zerschnippeltem Fisch und wir konnten sie in der Zeit streicheln und mit ihnen schwimmen. Das war definitiv das beste was ich je in meinem Leben gemacht habe! Und nicht das erste mal dieser Reise ärgerte ich mich, keine Wasserfeste Kamera zu besitzen! 
Nachdem wir mit den Delphinen geschwommen sind  zeigte uns die Frau noch, wie sie die 40kg schweren Fische füttert, die ganz berühmt im Amazonas sind! 
Dazu befestigte sie Fisch an einer Angel und hielt diese in das Fischbecken. Die Fische sind dann rausgesprungen und haben die Fischchen geschnappt und ich musste mich mit meinem ganzen Körper auf die Angel stützen, damit sie nicht reinfällt. 
Am Nachmittag fuhren wir zu einem Strand, wo es auch einen Friedhof gab. 
Den ganzen Nachmittag schwammen wir im Fluss, sonnten uns, spielten Ball, usw...
Nach dem Abendbrot wurden wir alle auf ein anderes Boot gerufen und wir haben, alle 72 Austauschschüler, "Parabéns para você" für Kaja gesungen und den Kuchen angeschnitten. 
unsere Tourmusik, zu der wir IMMER tanzten :) 
Eigentlich sollte es danach eine Party mit Discokugel geben aber die ist irgendwie nicht angesprungen also musste jeder wieder auf sein Boot gehen und eigentlich sollten wir schlafen. Doch wir machten einfach die Musik ganz laut an und tanzten im Schlafanzug auf dem Sonnendeck! :)

Samstag, 5. Mai 2012

AMAZÔNIA - viagem da minha vida ♥ 1

Wie ich schoneinmal angekündigt habe, bin ich fü 10 Tage in den Amazonas verreist - mit 70 Austauschschülern der ganzen Welt!! 

Tag 1, 20.04.2012: 
Um 5 Uhr machte ich mich, bepackt mit meinen ganzen Klamotten, Rosis leckerem Kuchen und einer Tüte voll Süßem auf den Weg zu Kaja, denn eine Person von ihrem Rotary sollte uns zum Flughafen nach Foz do Iguassu bringen! 
Bei Kaja packten wir erstmal ihre Sachen zu Ende, spielten ein bisschen mit ihren kleinen Brüdern, redeten mit ihrer Mama und aßen Mais, den sie mitgebracht hat! 
Kajas Eltern hatten abends einen Geburtstag, deshalb blieben Kaja und ich mit einem ihrer 2 Gastbrüder alleine yu Hause. Vinni und ich guckten einen Film und chillten in Facebook während Kaja duschen und sich Reise-fertig machen war. 
Danach machten wir Pizza warm. Um ca. 10 Uhr abends entschieden Kaja und ich dass wir wenigstens ein bisschen schlafen könnten und legten uns in ihr Bett, allerdings haben wir die ganze Zeit geredet und geredet, sodass wir immer noch nicht geschlafen haben als ihre Eltern um halb 12 wiederkamen. 
Kurz darauf kam schon der Rotarymensch - ein letzter Dokumentencheck und die Verabschiedung von ihrer Gastfamilie und dann ging es los nach Foz do Iguaçu!! :) 

Tag 2, 21.04.2012: 
Die 2 Stunden Fahrt zum Flughafen haben wir eigentlich komplett mit schlafen verbracht! Als wir dort ankamen, haben wir uns erstmal erschrocken: kein Austauschschüler war dort und die Türen zum check-in waren verschlossen. Also haben wir uns erstmal aufgemacht zum nächsten Info-Schalter. Da unser Flug erst um 5 h gehen sollte, konnten wir erst um 3 einchecken - wir mussten also eine Stunde warten! 
Kaja kam auf die tolle Idee eine Flughafen Sightseeingtour zu machen. Also fuhren wir mit der Rolltreppe nach oben, "besichtigten" die 3 existierenden Restaurants und die geschlossene Buchhandlung und das wars dann auch schon!
sooooooo groß ist Brasilien! :)
Ich kaufte mir ein für 3,50R$ !!! völlig überteuertes Pão de Queijo (In der Schule kostet das 1 R$ und ist doppelt so gross!!), wir spielten Karten und wir schossen ein paar Erinnerungsfotos. 
Um 10 vor 3 machten wir uns auf den Weg zum Check-in und stossen schon bald auf Airi, die Japanerin! Es war so schön sie zu sehen! Schon bald trafen wir alle Austauschschüler die aus Foz flogen und stellten uns am Check-in Schalter an. 
Als Kaja und ich nach 1 Stunde anstehen endlich drankamen wurden wir enttäuscht: unser Flug wurde gestrichen! Doch der netter Herr der Fluggesellschaft GOL fand schnell einen anderen Flug für uns!
Also sind wir schnell durch die Sicherheitskontrolle gegangen und mussten dort noch 3 Stunden warten, denn unser Flug sollte erst um 7 h gehen. Dann durften wir endlich einsteigen! 
Start, schlafen, essen, schlafen, Landung in Curitiba. 
Dort mussten wir 3 h auf das nächste Flugzeug warten!
Dann ging es weiter: Start, schlafen, essen, schlafen, Zwischenlandung in Campo Grande, schlafen, start, essen, schlafen, Zwischenlandung in Cuiaba,  Start, schlafen, 
essen, schlafen, Zwischenlandung in Porto Velha, schlafen, Start, schlafen, essen, schlafen und
Endgültige Landung in MANAUS!! :) 

Polen, Deutschland, Österreich, Deutschland, Deutschland ♥
Beim Rausgehen aus dem Flughafen sahen wir unsere beiden BeloBrasil Leute und eine Kamera, also haben wir alle angefangen laut zu schreien! :D 
Freundlich wurden wir von Rangel, unserem Coordenador, und Júlia, einer Betreuerin, empfangen. Wir sollten bei Bob's Burgers auf sie warten, denn es fehlte noch ein Gruppe!
Dort trafen wir auf andere Austauschschülere und auch auf Sina! Endlich!!
Wir holten uns etwas zu essen und warteten auf den Bus der uns zum Hotel bringen sollte. Im Hotel trafen wir auf die anderen Austauschschüler, die schonmal unseren Pool weingeweiht haben. 
Wir bekamen unsere Zimmerschlüssel und machten uns auf den Weg unser Zimmer zu suchen, was in diesem Schlösschen gar nicht so leicht war! Im Aufzug stellte sich heraus, dass ich mit mein Zimmr mit 2 Amerikanerinnen teilen würde, aber die waren super nett! 
Dann sollten wir wieder runter gehen, denn wir bekamen die T-shirts der Reise, einen Rucksack und eine Cappie! 
Schnell die Sachen aufs Zimmer gebracht (von der Rezeption bis zum Zimmer brauchte man ca 15 Minuten!) und dann wieder runter gelaufen, wir hatten unsere erste Orientation wo uns die Regeln und das Programm erklärt und Fragen beantwortet wurden.
Danach gab es Essen und danach hatten wir einen Vortrag über die Indianer, die im Regenwald wohnen. 
Nach dem Vortrag wurde ein kleines Quiz veranstaltet, bei dem wir CD's und Bücher über die berühmte Show "Caprichoso" gewinnen konnten und ich gewann ein Buch! :) 
Um Mitternacht ging es endlich los: zu Boi Bumbá! :) 
Es gibt 2 Gruppen in Manaus, die Rote und die Blaue, die sich Boi Bumbá nennt! 
Sie veranstalten einen Wettbewerb und das soll angeblich noch schöner sein als Karneval in Rio! Wir mussten uns alle ein blaues T-shirt anziehen und dann haben wir uns die Show angesehen, und die war einfach nur WOW! :) 


Tag 3, 22.04.2012:
Früh, früh, mussten wir aufstehen, denn wir hatten viel vor! Nach dem Frühstück guckte ich mir mit ein paar Mädels den Hoteleigenen Zoo an (ja, sowas gibt es:D) 
Danach haben wir eine Rundfahrt durch Manaus gemacht, wobei wur uns unter anderem das Theater angeguckt haben, dass das erste in Brasilien war! 
Danach sind wir ins Shoppingcenter gefahren, wo wor Mittaggegessen haben und im Supermarkt die letzten Sachen kaufen konnten, die wir benötigten. 
Danach machten wir uns auf den Weg nach Presidente Figueredo! Das ist eine kleine Stadt, ca. 2 Stunden von Manaus entfernt. Ca. 30 km vor dem Ziel, im bus wurde es gerade lustig, hörten wir ein lautes Scheppern und der Bus hat plötzlich geschwankt: Ein Reifen ist geplatzt! 
Also mussten sich alle aus unserem Bus in den anderen Bus quetschn und mit 70 Austauschschülern ging es dann fröhlich los! 
In Presidente Figueiredo angekommen gab es erstmal etwas zu Essen und unsere Zimmerschlüssel - wir sollten in kleinen Hütten wohnen - und ich war mit Sina und einer Taiwanerin in einer, was haben wir uns gefreut! :) 
Und dann hieß es warten: 2 Stunden! Denn die Koffer waren ja noch im anderen Bus! 
Als die Koffer endlich ankamen hatten wir 10 Minuten um uns fertig zu machen, denn die Dämmerung begann und wir wollten eine Wanderung machen, im dunkeln, mitten durch den größten Regenwald der Welt! 
Im Dunkeln kletterten wir über Stock und Stein, nur unsere kleinen Taschenlampen machten Licht, hörten unendlich viele Tiere und sahen SO viele verschiedne Baumarten! Dieses Gefühl war einfach einzigartig! 
Plötzlich kamen wir an eine Höhle, wo Wasser runerplatschte, mussten durch kleine Bächlein gehen und über Steine springen, und wurden immer wieder nass, ich war sogar öfter bis zu den Knien im Wasser! 
Und dann kam er: Ein See mit Wasserfall, wo sich die richtigen Indianer waschen! Und wir haben dort einfach mal so mitten in der Nacht, mitten im Urwald gebadet!!
Danach sind wir wieder zurück zum Bus gegangen - wo die meisten nochmal richtig ausgerutscht und in den Matsch gefallen sind! :D 
Zurück im Hotel hatten wir ca. eine halbe Stunde Zeit zum duschen und zum essen. Nach dem Essen begann eine richtig schöne Folklorikshow der Indianer, die uns erst die typischen Tänze vorführten und wir danach sogar einige lernen konnten! :). 


Tag 4, 23.04.2012: 
Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns, bepackt mit Badesachen und Handtuch, auf den Weg zu besonderen Wasserfällen im Amazonas! 
Nach ca. 15 Min Fußweg kamen wir dort an und sie waren wirklich wunderschön! Wasserfälle begeistern mich ja sowieso immer wieder (Foz do Iguassu ♥) aber diese waren wirklich etwas besonderes! In mitten wilder und fast unberührter Natur strömt dort einfach SO viel Wasser runter! 
Nach unserem bestaunen ging es neben dem Fluss entlang zu einem See! Und da konnten wir gar nichts mehr zu sagen! Das Wasser schimmerte Rotorange, es gab einen Holzsteg wo man reinspringen konnte und einen Wasserfall, der an einer Steinwand runterfloss! Und nur nochmal zur Erinnerung: alles mitten im Wald!! 
Alle zogen sich so schnell wie möglich die Badesachen an und sprangen kreischend vom Steg ins Wasser! 
Danach machte ich etwas ganz besonderes: zusammen mit dem Guide kletterte ich an der Steinwand entlang, unter dem Wasserfall, immer wieder musste man sich stärker festhalten, weil die Strömung stärker wurde sich mit den Füßen vorsichtig vorantasten, damit man nicht gegen einen Stein stößt und kleine, gut greifbare Öffnungen suchen um sich festzuhalten und weiter voran zu kommen. 
Als wir direkt unter dem Wasserfall ankamen haben wir uns
losgelassen und wurden von der Strömung bis zum Ausgang des Sees getrieben! 
Und ein 2. mal auf dieser Reise ärgerte ich mich, dass ich keine Wasserfeste Kamera besaß! 
Nachdem wir im Hotel geduscht und ausgecheckt haben machten wir uns auf den Weg nach Manaus, denn von dort ding es auf die Boote! 
Und als wir die sahen gab es bei den meisten kein Halten mehr: DIE BOOTE!! Worauf sich alle am meisten gefreut haben! So schnell wie möglich brachten wir unsere Koffer auf das Boot und dann wurde besichtigt! Es war klein, aber fein - im wahrsten Sinne des Wortes! 
Unten war nur der Platz für unsere Koffer und nassen Sachen, sowie jeweils 1 Toilette und eine Dusche für Jungen und Mädchen. Oben war ca 3/4 überdacht, dort gab es Sofas, Musikanlage, Gitarre, Spiele & Bücher. Auf dem Nichtüberdachten Teil des Bootes standen Liegestühle - ein Sonnendeck!! :)
Nur fing es in diesem Moment mal wieder an zu Regnen - willkommen im Regenwald! ;) 
Und dann waren wir auch schon dran mit essen. Während alles verladen und aufgeräumt wurde saßen wir auf dem Restaurantboot und haben Mittaggegessen, und dann fuhren wir los! :) 
Wir fuhren bis zu der Stelle, wo sich der Rio Negro und Solmioes treffen! 
Der Rio Negro ist dunkler als der Rio Solmioes und man sieht eine klare Linie zwischen den beiden Flüssen, die zusammen den Rio Amazonas bilden. 
Unser neuer bester Freund :)
Danach bekamen wir eine kleine Einführung in das Leben auf dem Boot, wie man sich verhalten soll und wo wir unsere Sachen hinpacken können. Sonst freuen sich die Delphine und Krokodile über unsere IPods, Kameras usw.. 
Am Abend fuhren wir mit kleinen Motorkanus raus um uns bestimmte Blumen anzugucken und wir fanden sogar ein Babykrokodil! :)
Das war natürlich der Star unserer runde und durfte mit jedem Austauschschüler ein Foto machen. 
Außerdem zeigte uns der Guide, wie man Krokodile kitzeld, was sie mögen und hassen und danach setzten wir unseren kleinen Freund natürlich wieder ins Wasser aus. 
Danach ging es endlich um das, auf das sich alle am meisten gefreut haben: DIE HÄNGEMATTEN!! 
 Es wurde ein Quiz veranstaltet und wir duften uns nach und nach unsere Hängematten aussuchen, aufhängen und gemütlich einschlafen! :)